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Tipps zum Zelten

Einer der großen Vorteile Zeltmacher zu sein ist der, dass man kontinuierlich die Möglichkeit bekommt, seine Produkte selber anzuwenden. Dadurch konnten wir viel Erfahrung sammeln, wie man das Leben in der Natur vereinfachen kann. Wir hoffen, dass Sie mit den folgenden Tipps Ihre zukünftigen Touren noch besser gestalten können.

Zeltaufbau

Aufbau-Tipps für Tunnelzelte

Ein Hilleberg-Tunnelzelt funktioniert dann am besten, wenn es richtig aufgestellt ist. Seine Firstlinie sollte, wie auf dem Bild zu sehen, straff gespannt sein, ohne durchzuhängen und möglichst ohne Faltenbildung. Dies verleiht deinem Zelt die optimale Form und maximalen Platz im Inneren. Der Schlüssel dazu besteht darin, erst eines der Enden zu fixieren und anschließend das andere straff zu ziehen und ebenfalls abzuspannen. Danach wird das Zelt durch Straffen der Bodenleinen gespannt.

Die verstellbaren Leinenspanner

Löse die Befestigungsschlaufen für die Zeltheringe vor dem Aufbau des Zeltes immer vollständig. Das Festziehen der Abspannschlaufe erhöht die Spannung und trägt so zu maximaler Stabilität bei.

Verwendung der Abspannleinen

Eine Grundregel in der Schifffahrt ist es, immer sturmfest zu vertäuen. Diese Weisheit gilt auch für Zelte, vor allem in exponiertem Gelände, da es sonst schnell zu einer bösen Überraschung kommen kann. Auch wenn die Verwendung der Abspannleinen nicht nötig erscheint, ist es immer eine gute Idee, dies trotzdem zu tun, da sich das Wetter in den Bergen in der Nacht schnell ändern kann. Daher sind bei all unseren Zelten an den Stellen, die für maximale Stabilität wesentlich sind, Abspannleinen angebracht. Die Verwendung der Abspannleinen sorgt nicht nur für zusätzliche Stabilität, sondern es sorgt auch schon bei leichtem Wind für einen ruhigeren Schlaf. Achte darauf, die Abspannleinen nicht zu stark anzuziehen. Die Abspannleinen sollten straff sein, jedoch nicht so stark gespannt, dass sie das Zelt verformen.

Changing weather can lead to unpleasent surprises if you do not properly anchor your tent.

Alternative Abspannpunkte

Manchmal fehlen dir Heringe und du musst improvisieren. Im Winter leisten Skistöcke, die man quer zur Abspannleine im Schnee vergräbt, gute Dienste. Dasselbe gilt für Skier, wobei hier dringend zu beachten ist, dass die Stahlkanten so ausgerichtet sind, dass sie die Leinen nicht beschädigen können. In der schneefreien Zeit des Jahres können Wanderstöcke, Paddel, Sträucher, Baumstämme und größere Steine verwendet werden. Um diese Alternativen an den Abspannleinen zu befestigen, verwendest du am besten ein Stück Reepschnur, die du auf der einen Seite an dem Metallring der Abspannleine fixierst und an der anderen an dem von dir gewählten Fixpunkt. Beschwere die Reepschnur jetzt noch mit einem schweren Stein, damit das Außenzelt am Boden bleibt.

Doppelter Gestängesatz

Zwei Gestängebögen pro Kanal zu verwenden erhöht die Stabilität eines Zeltes enorm. Dies ist jedoch, außer unter wirklich extremen Verhältnissen, bei denen wir es empfehlen, kaum notwendig. Alle unsere Zelte können mit einem doppelten Stangensatz verwendet werden. Bei den Tunnelmodellen passen zwei Gestängebögen problemlos in die Gestängekanäle. Bei den Kuppelmodellen befestigt man die Gestängeclips abwechselnd an der jeweiligen Stange.

Die Verwendung einer Zeltunterlage

Unsere Zeltunterlagen schützen vor Schmutz und Beschädigungen. Bei den Black und Red Label-Modellen decken sie die gesamte Zeltfläche, einschließlich der Apsiden, ab. Bei unseren Yellow Label-Zelten decken sie nur den Bereich des Innenzelts ab. Alle Unterlagen lassen sich einfach befestigen und können am Zelt fixiert bleiben, wenn es abgebaut und verpackt wird. Lege zuerst das Zelt auf den Rücken und breite die Unterlage darüber aus. Die glänzende Seite mit dem Hilleberg-Logo muss zum Zeltboden zeigen. Stecke die roten Knebel der Zeltunterlage durch die Ringe, die sich rund um den Zeltboden befinden. Wende nun das Zelt und baue es wie gewohnt auf.

Lege zuerst das Zelt auf den Rücken und breite die Unterlage darüber aus. Die glänzende Seite (die mit dem Hilleberg-Logo) muss zum Zeltboden weisen.

Stecke die roten Knebel der Unterlage durch die Ringe, die sich rund um den Zeltboden befinden. Wende nun das Zelt und baue es wie gewohnt auf.

Der Abspannleinenknoten

Dieser vielseitige Knoten lässt sich mit etwas Übung sehr einfach knoten. Er eignet sich nicht nur gut für Zelte oder Tarps, sondern auch zur Befestigung zusätzlicher Abspannleinen und immer, wenn ein beweglicher und schnell zu lösender Knoten gefragt ist.

Wickle das Ende 2-3 mal um die Leine selber. So verklemmt sich die Leine sicher unter Belastung.

Ziehe das Leinenende über die Wicklungen und die zu belastende Leine, führe es als Schlaufe von unten durch die entstandene Öffnung.

Der Knoten ist fertig. Durch Verschieben des Knotens entlang der Abspannleine wird die Spannung reguliert. Zum Öffnen zieht man einfach am Schlaufenende.

Pflegetipps

Halte die Reißverschlüsse sauber

Reißverschlüsse werden durch äußere Einflüsse (Sand und Staub) stark beansprucht. Säubere und kontrolliere die Reißverschlüsse regelmäßig. Dadurch verlängerst du ihre Lebensdauer. Vermeide es, Schmiermittel für Reißverschlüsse zu verwenden, da diese Sand und Schmutz förmlich anziehen und so mehr Schaden als Nutzen verursachen.

Ein Finger vor dem Läufer

Führe beim Schließen des Reißverschlusses immer einen Finger vor dem Läufer. So verhinderst du, dass sich Zeltgewebe im Reißverschluss verhakt und beschädigt wird. Auch der Reißverschluss selbst lebt auf diese Weise länger.

Trockne dein Zelt

Nach einer Tour sollte das Zelt am besten mit montiertem Gestänge zum Trocknen aufgehängten. Ist dies aus Platzgründen nicht möglich, solltest du trotzdem darauf achten, dass beim Trocknen genügend Luft zwischen den Zeltgeweben zirkulieren kann und diese nicht aufeinander liegen. Dies verhindert schlechten Geruch und Stockflecken. Kontrolliere vor dem Verpacken des Zeltes genau, dass es auch wirklich absolut trocken ist.

Spezielle Bedingungen

Kondensbildung

Benutze ein Tuch

Wische die Kondensationsfeuchtigkeit auf der Innenseite deines Zeltes einfach mit einem saugfähigen Tuch ab. So verhinderst du, dass deine Ausrüstung und das Innenzelt nass werden.

Regenjacke über den Schlafsack

Lege vor dem Schlafen eine wasserdichte Jacke über das Fußende deines Schlafsacks, damit dieser nicht durch eventuell entstehende Kondensfeuchtigkeit nass werden kann.

Zeltunterlage (Footprint)

Die Verwendung einer Zeltunterlage, die den Boden in den Apsiden abdeckt, verringert das Problem von aufsteigender und im Zeltinneren kondensierender Bodenfeuchtigkeit.

Packoption für extrem nasses Wetter

In Gebieten mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit und bei starkem Regen kann das Außenzelt sowohl von außen wie auch von innen nass werden. Trenne in solch einem Fall Außen- und Innenzelt voneinander und verpacke sie separat. Am nächsten Lagerplatz errichtest du zuerst das Außenzelt bevor du anschließend das immer noch trockene Innenzelt wieder einhängst. Beachte: Dies ist nur unter extremen Bedingungen nötig!

Zelten im Schnee

Verwendung von Schneeheringen

Unsere Schneeheringe können entweder senkrecht in den Schnee gesteckt oder waagrecht vergraben werden (siehe Bild). Im Pulverschnee ist letzteres die bessere Lösung. Bevor der Hering am Zelt oder der Abspannleine befestigt wird, sollte für die Abspannleine mit dem Hering eine Furche im Schnee gezogen werden. Schätze als Nächstes die Länge der Leine und ziehe eine weitere Furche für den Hering selbst. Nun drückst du den Hering in die Furche, sodass die Leine in einem flachen Winkel vom Zelt bis zum Hering reicht. Jetzt bedeckst du den Hering mit Schnee. Nutze die Leinenspanner der Abspann- und Bodenleinen um das Zelt am Schneehering straff zu fixieren.

Organisation der Apsiden

Grabe eine Fußgrube in der Apsis. Die Fußgrube sorgt für deutlich erhöhten Sitzkomfort im Vorraum. Auch das Verstauen der Ausrüstung wird mit ausgegrabenem Stauraum einfacher.

Auswahl der Heringe im Winter

Einige von unseren Y-Peg oder Stinger Titanium Heringen zusätzlich zu den Schneeheringen dabei zu haben, ist im Winter vorteilhaft, besonders beim Zelten auf Plätzen mit sehr dünner Schneedecke, gefrorenem oder schneefreiem Boden. Die Schneeheringe können in den meisten Fällen verwendet werden, aber wenn der Boden zu hart ist, stoßen sie an ihre Grenzen. In diesem Fall einige unserer robusten Heringe dabei zu haben, um sie in den Boden zu schlagen, macht die Sache einfacher.

Zelten im Winter

Um im Winter in exponiertem Gelände mit schlechtem Wetter zurechtzukommen, empfehlen wir dir, für deinen angedachten Zeltplatz eine Kuhle im Schnee auszuheben. Die Tiefe der Kuhle sollte nicht mehr als die Hälfte der Zelthöhe betragen. Dadurch steht das Zelt stabiler und man verhindert, dass der Wind unter das Außenzelt hineinbläst. Ist dies nicht möglich, kann ein Schneewall errichtet und das Zelt auf der geschützten Leeseite aufgebaut werden. Solltest du Schneeblöcke für die Wand verwenden, sollten diese so massiv sein, dass sie der Wind nicht umblasen kann. Bei ruhigerem Wetter reicht es oft aus, den Zeltplatz einzuebnen und etwas Schnee locker um die untere Außenzeltkante zu werfen.

Zelten im Sand

Abnutzung durch Sand vermeiden

Reisen in der Wüste, an Stränden, in der Steppe oder ähnlichen Umgebungen belasten das Zelt. Kies und Sand verstärken die Abnutzung von Zelt, Gestänge und Reißverschlüssen. Zusätzlich ist die UV-Belastung in diesen Gegenden höher. Hier gibt es einige Möglichkeiten, die Belastung von Sand und Sonne zu minimieren:

  • Benutze Hilleberg Black Label Zelte. Diese Zelte sind aus stabilerem Gewebe und robusteren Reißverschlüssen gefertigt und sind bei schwierigeren Bedingungen einfacher zu bedienen.
  • Reinige die Reißverschlüsse häufig.
  • Baue dein Zelt wenn möglich im Schatten auf.
  • Benutze zusätzlich ein Hilleberg Tarp zum Schutz vor der UV-Strahlung (die XP Versionen bieten eine größere UV-Beständigkeit als die UL-Modelle).
  • Baue das Zelt nach Möglichkeit tagsüber ab.